Die Geschichte des Kaffees

Zur Entdeckung der Kaffeebohne gibt es eine Reihe von Legenden. Allerdings haben diese alle eines gemeinsam und besagen, dass die Entdeckung des Kaffees reiner Zufall war.

Die Entdeckung der Kaffeebohne

Eine Legende besagt, dass eines schönen Nachmittags ein äthiopischer Hirte, namens Kaldi, seine Ziegen beobachtete, die in der Nähe eines Klosters weideten, wie sie sich gegenseitig mit den Hörnern stießen und Luftsprünge vollführten, als würden sie tanzen, wobei sie keinerlei Anzeichen von Müdigkeit zeigten. Jeden Tag aufs Neue stellte er fest, dass die Ziegen an den roten Beeren eines Strauchs knabberten und danach wild umhersprangen. Daraufhin probierte der Hirte eines Tages selbst die roten Beeren und stellte eine belebende Wirkung fest.

Eine weitere Quelle besagt, der Hirte habe die im rohen Zustand ungenießbaren Früchte angewidert ins Feuer gespuckt, woraufhin Düfte freigesetzt wurden. So soll die Idee des Röstens entstanden sein.

 

Die Entdeckung des Kaffees

Die Kaffeepflanze stammt ursprünglich aus Äthiopien. Kaffee wurde zum ersten Mal 900 n. Chr. in der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens erwähnt. Von seiner Heimat aus gelangte der Kaffee nach Arabien.

Für lange Zeit hielten die Araber, allen voran der Jemen, das Monopol des Kaffeeanbaus und Kaffeehandels. Um es den Handelspartnern unmöglich zu machen, mit der Handelsware selbst Kaffee anzubauen, wurden die rohen Bohnen vor der Ausfuhr mit heißem Wasser übergossen, was sie keimunfähig machte. Das Wissen um den Kaffeeanbau wurde von der arabischen Welt lange als Geheimnis gehütet.

 

Der Kaffee erobert Europa

Die Reise des Kaffees führte von Arabien und Mekka weiter nach Kairo und Konstantinopel (heute Istanbul), wo 1554 die erste Kaffeeschenke die Leute erfreute. Das arabische Kaffeemonopol fiel endgültig mit der fortschreitenden Kolonialisierung und der damit verbundenen „Eroberung der Welt“ durch die europäischen Großmächte zusammen. Die weltumspannende Seefahrt und der globale Handel brachten schließlich die Kaffeebohnen in alle Teile der Welt. Die ersten Kaffeesäcke trafen 1615 in Europa ein. Von da an setzte der Kaffee seinen Siegeszug durch ganz Europa fort.

1699 pflanzten die Holländer, die eine der einflussreichsten Seemächte waren, auf ihrer Insel Java in Indonesien Kaffee an. Es folgten Plantagen auf Sri Lanka, Indien und schließlich auch in Südamerika. Von dort verbreitete er sich in die Gebiete mit tropischem und subtropischem Klima, wo heute der größte Teil der Weltproduktion herkommt.