Die größten Irrtümer und Mythen über Kaffee

Koffein macht süchtig

Espresso ist stärker als Filterkaffee

Ende Legende: Wenn man „stark“ auf den Koffeingehalt bezieht, so ist genau das Gegenteil der Fall. Eine Tasse Espresso enthält rund 50 mg Koffein, während eine Tasse Filterkaffee 100 - 150 mg Koffein enthält. Der Ausdruck „stark“ für den Espresso bezieht sich lediglich auf den kräftigen Geschmack, der durch die spezielle Röstung der Bohnen entsteht.

Kaffee macht nervös

Koffein und Teile der Röststoffe geben dem Kaffee seine anregende Wirkung, die sich rund 30 Minuten nach dem Genuss entfaltet. Nervös macht das aber noch lange nicht. Bei einem Konsum von bis zu fünf Tassen pro Tag wirkt sich Kaffee vielmehr positiv auf die Leistungsfähigkeit aus. Die Gehirndurchblutung wird gesteigert und damit auch Konzentration, Reaktion und Aufnahmebereitschaft.

Kaffee schmeckt mit jedem Wasser gleich

Nein! Vor allem der Härtegrad und der pH-Wert des Wassers haben einen Einfluss auf den Geschmack des Kaffees. Weiches Wasser verstärkt, hartes Wasser schwächt die Fruchtsäuren im Kaffee: Ideal ist Wasser mit einem Härtegrad von 8 °dH und einem pH-Wert von 7. Außerdem sollte das Wasser natürlich stets frisch sein.

Kaffee erzeugt Bluthochdruck

Das stimmt nicht. Nach aktuellem Wissensstand ist ein gemäßigter Kaffeekonsum selbst für Personen mit bereits erhöhtem Blutdruck kein Problem. Kaffee enthält sogar in geringen Mengen Kalium, das als senkender Gegenspieler des blutdrucksteigernden Kochsalzes gilt. Menschen mit Herzproblemen sollten sich aber mit einer bis zwei Tassen Kaffee am Tag begnügen.

Kaffee sorgt für Schlafstörungen

Auch falsch. Eine Tasse Kaffee kann durch ihre gefäßerweiternde Wirkung sogar beim Einschlafen helfen! Leichte Schlafstörungen treten nur bei Leuten auf, die fast nie Kaffee trinken.

Kaffee entzieht dem Körper Wasser

Falsch. Dieses Vorurteil hat die Wissenschaft längst widerlegt. Das Glas Wasser, das man im Café zur Tasse Kaffee bekommt, dient eigentlich dazu, vor dem Kaffeegenuss den Geschmack zu neutralisieren.

Kaffee lagert man am besten in Dosen

Wer seinen Kaffee in Dosen umfüllt macht alles falsch. In der Originalverpackung behält er sein Aroma viel besser. Interessant: Kaffee verliert sein Aroma nach der Röstung sehr schnell. Deshalb wird er in speziellen Ventilbeuteln gelagert, in denen er sein Aroma bis zu 4 Monate behält.

Kalter Kaffee macht schön

Leider stimmt auch diese Legende nicht. Dieser Mythos stammt aus dem Barock, als es schick war das Gesicht blass und die Lippen knallrot zu schminken sowie dick gepuderte Perücken zu tragen. Kaffee wurde damals aus einem einfachen Grund nur kalt getrunken: Der Kaffeedampf hätte die Schminke verlaufen lassen.